Da
war doch was; ein mediales Großereigniss, dass das Augenmerk der
Öffentlichkeit auf ein Land, gaanz weit südlich von uns lenkte.
Südafrika, als Schauplatz der Fußballweltmeisterschaft war mehr als
genug in der öffentlichen Wahrnehmung. Da wäre es doch schade diesen
Umstand nicht auch zu nutzen, um den ein oder anderen Künstler aus
Südafrika ins Interesse der Öffentlichkeit zu rücken.Passend
am 11. Juni erschien also hierzulande Better Days, das Debutalbum des
gebürtigen Südafrikaners Brendan Adams ist also marketingtechnisch
hervorragend platziert. Das schöne daran ist aber, dass das Produkt
musikalisch durchaus überzeugen kann. Brendan Adams hat sich mit den
Schweizern Alfred Vogel und Dominik Neunteufel zusammengetan und schafft
es so, Gitarrenpopnummern herauszuhauen, die hinter Matt Costa und
vielleicht sogar Jack Johnson nicht hintenanstehen müssen. Insgesamt
ist die Ausrichtung dabei deutlich stärker in Richtung Pop, als bei
vorgenannten Kollegen, dennoch zeigen sich die Songs sehr erfrischend,
sommerlich und absolut auch für Rockmusikfreunde gemacht. Die ein oder
andere Nummer könnte man zwar ohne großen Aufwand auch für, sagen wir
mal Lionel Richie, umschreiben, aber zum Glück hat Brendan Adams eine
eigene, sehr höhrenswerte Stimmung. Besonder
schöne Nummern sind etwas der Opener Better Days, das verträumte People
with no Name, Sunny Days up ahead oder Any Other Way. Better
Days präsentiert sich als liebenswertes, sommerliches und packendes
Album, dass zwar nicht afrikanisch klingt, dennoch einen Hauch Südafrika
in die Welt bringt, mehr als das die Fußballweltmeisterschaft je
erreichen könnte.