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Roskilde Festival 2010 - Samstag PDF Print E-mail
Written by pTr   
Sunday, 04 July 2010
poster_roskilde_2010_mittelWas gibt es schoeneres als das Erreichen des WM Halbfinales mit einem 4 zu 0 gegen Argentinien ... nun, in der Fussballwelt nicht viel (mal abgesehen eines Erreichens des Finales mit einem 4 zu 0 gegen Spanien) aber in der Festivalwelt sind da noch die Musiker und ihre Konzerte, die unsere ganze Aufmerksamkeit verdienen.

 

 

Der Festivaltag fing fuer uns um 14 Uhr mit THE ASTEROIDS GALAXY TOUR an. Die daenische Combo um Saengerin Mette Lindberg erfuhr in den letzten Jahren grosse Aufmerksamkeit und das verdient. Mit ihrer grandsiosen Stimme und der tollen Band mit Blaessersektion wussten sie das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Einige neue Songs rundeten den Auftritt ab und lassen uns auf ein baldiges, neues Album hoffen. Rundherum ein solider Gig.

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Anschliessend reisst das Viertelfinalspiel gegen Argentinien ein kleineres Loch von etwa 3 Stunden in unseren Zeitplan. Auf dem Campingelaende Ost haben die Veranstalter eine LCD Leinwand aufgebaut, die schon bessere Zeiten gesehen hat aber fuer unsere Belange vollkommen ausreichte, sassen wir doch in den ersten Reihen, schoen mitten in der Sonne. Bemerkenswert die grosse Anzahl an Zuschauern (geschaetzte 3000) die ueberwiegend der deutschen Mannschaft zugetan waren. Da kann man mal sehen, wie so eine junge, multikulti Mannschaft Voelker verbindet, denn es waren mit Sicherheit nur wenige deutsche Festivalgaenger dabei, sinkt ihre Anzahl in den letzten Jahren doch staettig (unverstaendlicher Weise).

cimg1851Wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, haben wir uns die Zeit nach dem Spiel mit Cocktails und Essen vertrieben, bis um halb elf MUSE auf der Hauptbuehne spielten. Etwas verwundert ueber Muse waren wir schon, haben wir die Band doch letztes Jahr an selbigem Ort gesehen und ein neues Album ist auch nicht in den Regalen. Egal, die Band ist klasse. Das Konzert war dann auch wie alle bisherigen Muse Konzerte - Gemacht fuer die Festivalbuehnen: gewaltig, bombastisch und mit einer Lightshow versehen, die ihresgleichen sucht. Der Buehnenhintergrund bestand aus Wabenfoermigen LCD Elementen, die nicht nur Bilder des Konzertes und Videoeinpieler brachten, sondern duch ihre Konzeption auch noch Teil des Beleuchtungskonzeoptes waren. Alles schwer zu beschreiben, man muss es gesehen haben. Was ich lange nicht auf Festivals gesehen habe, ist der Einsatz von Lasern, die hier bei zwei Songs eine Wiedergeburt feiern durften. Fantastisch. Letzter Song war Knights of Cydonia eingeleitet mit den Theme des Films "Spiel mir das Lied vom Tod": Mundharmonika, Schlagzeug und Gitarre, glatt uebergehen in den Song, der so gleich noch hymnischer und groesser erscheint, als er ohnehin schon ist. Muse gehoeren auf mit ihrem Sound auf die grossen Buehnen, alles andere funktioniert nicht.

Eine Stunde nach Muse dann schon der naechste Hauptact auf der grossen Buehne: THE PRODIGY. Gespannt was uns erwartet und ob die Lightshow die von Muse toppen kann, brachten wir uns in Tanzstellung und harten der Dinge die da kommen moegen. Und Prodigy schlug auch gleich ein. Das Konzert auf Vollgas gestellt, Maxim und Keith auf die Buehne, Schlagzeug, Gitarre und Computer auf "Gib alles" gestellt ging es von der ersten Sekunde ab wie Dammbruch. Maxim benutzte in seiner, nun ich moechte es nicht Ansprache ans Publikum, sondern eher "geringer Sprachschatz ins Publikum geschmettert" nennen so oft die Worte fuck und fucking, dass ein Mitzaehlen mit einem Handklicker sich angehoert haette wie ein Flamenco Profikurs. "Where are my fucking People" "Is this my fucking Roskilde" bla bla bla ... total egal. Es wurde alles, aber auch alles rausgehauen, was diese Band gross und in der ganzen Welt bekannt gemacht hat. Alle Hits von "the Fat of the Land" (also die ganze CD), Voodoo People, Poison, Out of Space, Invaders Must Die und und und. Maxim erinnerte sich, dass sie zuletzt 1997 in Roskilde die Buehne enterten, was 13 Jahre her ist und ihn zu den weisen Worten "think about it: thirteen fucking years, thats fucking amazing" brachte. Was soll ich sagen, wir waren da und es hat damals das ganze Festival nur geregnet, ohne Ende, in Massen ... was abe dem Moment egal war, als The Prodigy uns den Regen, mittels Baessen, hotizontal um die Ohren peitschte. 2010 war die Band so praesent wie vor 13 Jahren. Laut, schrill, aggro und extrem tanzbar. Fast vergessen, die Lichtshow war nicht annaehernd so genial wie bei Muse, allerdings passte sie mit ihrer durchgeknallten, stroboartigen, bunten Wildheit perfekt zum Set.

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Last Updated ( Sunday, 04 July 2010 )
 
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