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The Blue Van - Man Up PDF Print E-mail
Written by Benjamin   
Tuesday, 23 February 2010
thebluevan_03Was erwartet man, wenn man von einer Band hört, sie komme aus Dänemark? Richtig, guten, eher ruhigen Indierock. Was fürs Herz, für die langen Winterabende; Musik die zu Dämmerlicht und Herbststürmen passt. The Blue Van erwartet man nicht ...

The Blue Van kommen dennoch aus Dänemark, jenem flachen Stückchen Land zwischen Norddeutschland und jeder Menge Wasser das bekannt ist für eine Vielzahl vieler guter Bands. Will man aber ehrlich sein, dann kommen The Blue Van aus Australien, heißen JET und haben soeben ihr viertes Album auf den Markt geworfen. Es passt einfach alles: Grandioser Rock, zusammengeklaut aus so vielen verschiedenen Einflüssen, dass man einfach glaubt jeden Song schon vorab zu kennen. Und wenn er dann läuft ist doch alles so wunderbar, so neu, so kraftvoll.

The Blue Van sind natürlich nicht JET, könnten es aber sein. Man Up ist Garagenrock, der keiner ist. Ist poppig und rockt kompromisslos, erinnert an das Beste, das Rockmusik jemals hervorgebracht hat, reisst mit, zwingt förmlich zum Tanzen und funtkionert prächtig.Sei es nun das erschreckend nach Franz Ferdinand klingende There goes my Love, das zunächst eher ruhig angesetzte Lay me down and Die, das fetzige Out of Control - Man Up ist eine solch prächtige Sammlung von perfekten Rocksongs, dass man sich eigentlich nur ehrfurchtsvoll hingeben kann.

Nicht nur, dass das Songwriting erschreckend tadellos ist, auch die Produktion lässt keine Wünsche offen. Mitreißender kann man Radiotauglichkeit nicht in Rockform gießen. Nahezu jeder Song hat Hitpotenzial und gehört dem Mainstream vor den Latz geknallt.Meine Begeisterung verwundert mich selbst, denn Man Up ist nicht innovativ, kein bißchen experimentell, kein bißchen mutig im musikalischen Sinne. Eigentlich müsste der Perfektionismus zum Himmel stinken. Tur er aber nicht. Man Up ist so perfekt produziert, dass man dem Album nicht einmal Perfektionismus vorwerfen kann.

Das einzige Problem, das The Blue Van mit ihrem Album haben dürften, ist die geringe Eigenständigkeit. Hier kommen so viele Einflüsse zusammen, dass die Masse der Hörer vermutlich so viele Namen mit der Musik in Verbindung bringen könnte, dass der Name The Blue Van in der Menge untergeht. Die Songs haben entsprechend schon in einer Vielzahl von amerikanischen Fernsehserien als Hintergrundbeschallung gedient. Sie passen perfekt: Sie klingen nach großem Rock aber sind noch frisch und unverbraucht. Einfach zugänglich, um in der Kürze des Sendungseinsatzes als gut wahrgenommen zu werden, ohne jedoch die Aufmerksamkeit des Hörers abzulenken. Das ist schade insoweit, da die Songs mehr hergeben, als nur einen 30 Sekunden Ausschnitt in CSI oder Berverly Hills abzugeben.Gut also, dass Man Up am Freitag nun auch bei uns in die Regale der Musikhändler wandert. Da sollte es nicht stehen bleiben.

The Blue Van liefern mit Man Up ein Album, dass kraftvoll, frech, seltsam vertraut und doch ganz frisch und neu klingt. Wer JET mag, der kann mit den etwas poppiger wirkenden The Blue Van sicher auch etwas anfangen. Wer Rock an sich mag sicher auch. Man Up ist ein Spaßgarant, der nicht besser sein könnte.

Veröffentlichung (für Deutschland) am Freitag den 26. Januar 2010!

Trackliste:

  • Be Home Soon
  • Man Up
  • Silly Boy
  • There Goes my Love
  • Lay Me Down and Die
  • The Socialite
  • In Love with Myself
  • Out Of Control
  • True
  • I'm a Man
  • Stop Thinking of Yourself
  • Trees That Resemble
  • Put my Name in the Sand


 Homepage 

[youtube]XYTRH_abZsU[/youtube]

Last Updated ( Tuesday, 23 February 2010 )
 
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