Für das Coverdesign bekommen Spurv Laerke für ihr
Debutalbum On the Brink of the big Otter schon einmal volle Punktzahl. Aber
auch musikalisch wissen die Dänen um Frontfrau Kristina Kristoffersen zu
überzeugen.
Indie-Pop ist das Genre, das die Musik von Spurv Laerke
wohl am ehesten beheimatet. Zuckersüßen Indie-Pop, um genau zu sein. Melodien
zwischen Liebe, Verzweiflung, Hoffnung und schöner Traurigkeit, getragen von
wunderschön zurückhaltenden Arrangements um Gitarre, Bass, Schlagzeug,
Streicher und Synthesizer. Garniert wird diese Mischung durch die sehr
vielfältige Stimme von Frau Kristoffersen. Die schafft es. Mal unglaublich
stark, mal absolut zerbrechlich zu wirken und erreicht es über diese Vielfalt ein
wirklich spannendes Gesamtwerk aus den zwölf Songs zu stricken.
Dabei sind wirklich starke Nummern, wie etwa der Opener
Rainbow Colored Shoes, Unique oder Portrait. Die meisten Tracks sind tanzbare
Pop-Stücke, die mir scheinen als hätten Sie einen etwas feminineren Touch, als
das die meisten Indie-Bands von sich behaupten können/müssen. Das Gute ist; im
Großen und Ganzen stört das hier gar nicht sonderlich. Lediglich ein Song fällt
hier im Refrain deutlich aus der Reihe und nervt. Doctor’s Tale ist wirklich
nur schwer zu ertragen, klingt der Song doch wie eine hysterische Furie.
Ansonsten erlauben sich Spurv Laerke aber über die 42
Minuten Spielzeit keine weiteren Ausfälle, berühren mit ihren Songs und bringen
einen angenehmen, frischen Wind in die Szene. Vielleicht nicht etwas für
jedermann, aber doch ein schönes, bewegendes und gut produziertes Stück englischen
Indie-Pops aus Dänemark. Kurz: Empfehlenswert!
Veröffentlichung am 30. Oktober 2009!
Trackliste:
- Rainbow Colored Shoes
- Doctor’s Tale
- Bizarre Love Triangle
- Autumn
- Unique
-
Do That
-
Crown
-
Portrait
-
Repeater
- Dear Tom
- Tokyo Lights
- My Favourite
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