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Mini-Rock-Festival 2009 PDF Print E-mail
Written by Marvin   
Tuesday, 18 August 2009
mrf_panothuDie fünfte Ausgabe des Mini-Rock-Festivals war besonders wettermäßig ein Festival der Extreme: Während am Donnerstag noch Zeltplatz und Partyzelt im Platzregen fast untergingen, wurden die Besucher vor allem am Samstag von extremer Hitze heimgesucht.
 
 
 
Die Ankunft am Donnerstag war leider alles andere als ein guter Start für das Mini-Rock-Festival: Die Schlange am Eingang war riesig, die Besucher mussten bis zu zwei Stunden im strömenden Regen warten, bis sie komplett durchnässt im Regen ihre Zelte aufbauen konnten. Da auch Festivalbändelbesitzer sich nach Verlassen des Geländes wieder in die Schlange einreihen mussten, machte sich Unmut unter den Besuchern breit. Hinzu kam noch, dass der Red Bull Tourbus, auf dem u.a. Marteria und RTR spielen sollten, wegen des Regens offensichtlich nicht bespielbar war. Nach langem Kampf schafften die Organisatoren es jedoch noch, das zunächst geflutete Partyzelt vom Wasser zu befreien und die Red Bull-Bands kurzerhand hier auftreten zu lassen. Durchnässt vom Regen haben sich leider nur recht wenige Besucher in das Partyzelt vorgewagt, was der Party dort jedoch keinen Abbruch tat. Besonders RTR vermochten zu überzeugen.

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Am Freitag sah das Wetter schon wieder ganz anders aus: Die Wolken verschwanden und die Sonne blickte hervor. Als Ezzo das Festival eröffneten, war es schon wieder fast viel zu heiß. Obwohl die meisten von ihnen auch uns zu überzeugen wussten, hatten die folgenden Bands Mofa, Road Closed Ahead, und Long Distance Calling wegen der Hitze Schwierigkeiten, Publikum in der prallen Sonne zu halten. Zebrahead lieferten eine super Show ab, Callejon ist wohl Geschmackssache und hat uns mehr abgeschreckt als interessiert. Auch Enter Shikari konnten wir nicht wirklich etwas abgewinnen, aber es haben sich genügend andere Fans gefunden, die sich von ihrem sogenannten "Trancecore" begeistern ließen. Wir dagegen machten uns auf, Egotronic zu interviewen, die danach als "Late Night"-Headliner vorgesehen waren. Wir plauderten nett miteinander - das Interview folgt - und danach machten sich Egotronic stark alkoholisiert auf die Bühne, was sich letztendlich darin niederschlug, dass das Konzert mittendrin unterbrochen wurde, weil die Band ihr eigenes Equipment umwarf. Der Sound war zunächst richtig schlecht - Egotronic mussten gegen "Lauter! Lauter!"-Rufe ankämpfen, die die Band fast übertrumpften, der Ton war schlecht abgemischt und viel zu leise - das besserte sich jedoch nach ein paar Minuten und die Menge nahm es der Band nicht übel und ravte trotzdem weiter gegen Deutschland.
 

 
Der Samstag wurde noch heißer als der Freitag. Eröffnet wurde der zweite Festivaltag von "Tram", "Mom's Day" und "Luis und Laserpower", allesamt Bands aus dem lokalen Raum. Die brutale Hitze hielt jedoch den Enthusiasmus des Publikums in Grenzen, was sich bei Benzin jedoch änderte, als die Feuerwehr kurzerhand dem Festivalgelände eine kostenlose Dusche spendierte. Danach rockten Trip Fontaine und Jupiter Jones mit soliden Shows.
 
mrfweb_kiz1Leider mussten Turbostaat ihren Auftritt kurzerhand absagen, da sie unterwegs zunächst in einen Stau und dann in eine Vollsperrung gerieten und ein Ausweichtermin nicht mehr möglich war. Sehr sehr schade, wäre eigentlich für uns eines der Highlights gewesen. Dafür durften Panteón Rococó und K.I.Z. längere Shows spielen, die auch das Publikum begeisterten - allen voran K.I.Z., die zwar für einen tiefen Streit zwischen den Festivalbesuchern sorgten, ob den nun eine Hip-Hop-Band es verdient hätte, ein Mini-Rock-Festival zu headlinen, was der Stimmung jedoch überhaupt keinen Abbruch tat.

Schon beim Intro rastete die Menge aus, und als K.I.Z. dann in Richterroben gekleidet mit dem Track "Selbstjustiz" die Bühne stürmten, gab es kein Halten mehr. Während der Show beschenkten K.I.Z. außerdem passend zu "Geld essen" auch noch das Publikum mit Geld und freuten sich riesig darüber, auf dem Mini-Rock zu spielen - für sie das erste Festival, auf dem sie als Headliner auftreten. Das Publikum feierte K.I.Z. bis zum Schluss ab.

Insgesamt war das fünfte Mini-Rock ein gelungenes Festival, lediglich in Punkten wie den Eingängen besteht dringender Nachbesserungsbedarf. Das bietet sich für 2010 besonders an, denn dann zieht das Mini-Rock auf ein neues Gelände um. Respekt jedoch an das Organisationsteam, dass auf rein ehrenamtlicher Basis ein derart großes Festival aufgebaut und koordiniert hat.

Bildergalerie folgt!
Last Updated ( Tuesday, 18 August 2009 )
 
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