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Lily Electric – You’re in the painting you saw PDF Print E-mail
Written by KriScHie   
Monday, 13 April 2009
cover_lilyelectricDer Musikredakteur als solches neigt gern zum egozentrischen Geschwafel, gerade wenn es darum geht, eine Platte gut zu finden. Persönliche Befindlichkeiten werden ins Textfeld gezogen, um die eigene rein subjektive Einstellung zu verpacken. Bei Lily Electric aus früher mal Kopenhagen, heute Berlin geht das folgendermaßen:




Vor einigen Jahren, in der goldenen und glücklichen Zeit der semilegalen Musikdownloads, als Napster nicht nur das große Ding, sondern vor allem noch nicht verboten war, konnte man noch musikalische Perlen entdecken. Songs und Bands, die irgendjemand zum Download bereitstehen hatte, der auch diesen einen Song hatte, den man gerade suchte. Aus dieser Zeit kenne ich teilweise – natürlich immer nur Songweise - Bands, von denen im Zweifelsfall noch niemand etwas gehört hat.
Nicht Lily Electric. Das wäre zu einfach.
Stattdessen die kanadischen Poprocker Sloan, an die mich Lily Electric gleich beim ersten Durchhören von „You’re in the painting you saw“ erinnerten. Jetzt steht zu befürchten, dass kein geneigter Leser Sloan kennt, und damit die Einordnung hinfällig wäre. Wie auch immer.

Lily Electric machen mehrstimmige Gitarren-Midtempo-Popmusik, nicht für die große Radio-Heavy Rotation. Was sicher nicht heißen soll, dass die Songs kein Potential hätten, aber ähnlich wie für Slut, die sie gerade erst als Toursupport begleitet haben, sollte man schon noch mit dem Begriff „Indie“ noch etwas mehr verbinden, als Britrock-Bands mit Majordeal.

Wie es mit Midtempo-Musik so oft ist, brauchen auch Lily Electric diesen einen Funken Geduld für einen zweiten Durchlauf. Dann wird man wie so oft mit einem großartigen Popalbum belohnt, dessen Besitz einem gleich noch den Ruf eines geschmackssicheren Individualisten beschert. Und dass eben stellenweise nach Sloan klingt und nach – die kennt ihr bestimmt eher: Phoenix.

Wer jetzt noch eine Titel empfohlen möchte, der höre sich dringend den Titeltrack an, „No Art Worth The Look Of You” und „Naughty Girl“.

1. You're In The Painting You Saw
2. Do You Miss Your Feathers
3. Don't Change The Suit When It's You
4. No Art Worth The Look Of You
5. Churchbells
6. In Your Roomn
7. Now I See You Nowhere
8. Do You Bear The Truth In Your Silver Hands
9. Blasted
10. Love Travels Far
11. Naughty Girl
12. Malinke

Und wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, der sollte sich für die Tour auf den Weg machen.

23.Mai.2009      Bang Bang Club     Berlin
25.Mai.2009     Ost Pol     Dresden
26.Mai.2009     Grüner Jäger     Hamburg
27.Mai.2009     Das Bett     Frankfurt
28.Mai.2009     Druckluft     Oberhausen
29.Mai.2009     Swamp     Freiburg
30.Mai.2009     Schocken     Stuttgart

 

http://www.lilyelectric.com/

Last Updated ( Monday, 20 April 2009 )
 
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