Die tragische Situation guter Alternative-/Indie-Rock-Musik in unserem Land zeigt sich mal wieder ganz deutlich. Da gibt es eine Band wie My Glorious, die ein geniales Indierockalbum veröffentlichen, und keine Radiostation interessiert sich dafür. College-Radios, wie in den USA, gibt es nicht und so bleiben echt gute Bands nicht davor verschont ein Schattendasein zu führen. Aber das hier soll ja eine Rezension werden, keine Depression. Also:
Das ist echt eine harte Nummer: Party Punk Rock ‘n Roll würde ich es nennen. Berlin Punk Cabaret nennen es die Kamikaze Queens. Beides ist voll zutreffend. Was machen wir jetzt daraus?
Es ist immer wieder ganz besonders befreiend, wenn man einfach mal wieder ein Album zu hören bekommt, dass ohne viel Buhei drum zu machen direkt ins Ohr geht. Ein solches Album legten Admiral Black mit Phantasmagoric vor, und landen damit einen der Überraschungshits des Jahres.
Zugegeben,
Laing ist ziemlich anders. Pop, soviel ist mal klar. Aber ansonsten
ziemlich schräg. Vielleicht liegt das daran, dass hier vier Musikerinnen
zusammengekommen sind um etwas anderes zu sein als die schreckliche
Retortenband von Nebenan.
Aus dem Zelt gekrochen, das perfekte Festivalwetter vorgefunden - Sonne, leicht bewoelkt, etwas windig - nice. Um 14 Uhr sollte die Arena Buehne unsere erste Anlaufstation sein.
Ahhhh .... leichter Spruehregen ... Hamburger Wetter ... Roskilde begruesst uns standesgemaess. Erste Biere getrunken, lecker gegessen und anschliessend das Oeffnen der Tore gefilmt und fotografiert. Wir sind bereit fuer das erste Konzert.
Mittwoch - Anreisetag. Das Wetter ist super, es ist warm und trocken, ideal um das Pressezentrum (oder wie der kundige Roskildefahrer auch sagt: das Zelt) aufzubauen. Ein erster Blick auf die Gegebenheiten.
Musik wird plötzlich und völlig unerwartet komplett neu definiert. Eine kleine Band aus Hamburg erschafft Klangwelten, die so noch niemand gehört hatte und wird damit die Charts der Welt stürmen! In weiteren Meldungen: Ich bekomme nächste Woche für meine Rezensionen einen Pulitzer-Preis!
Wenn man
schon einmal den verregneten Ruf der Stadt Bergen in Norwegen gehört hat, dann
kann man durchaus verstehen warum die Jugend dort irgendwann auf die Idee kam
sich eine eigene Sprache für die Verwendung in Internetchatrooms auszudenken.
Ballabang heißt der Slang und das Wort Kakkmaddafakka bedeutet so etwas wie
Party-Tiger. Soviel mal zur Erklärung des eher ungewöhnlichen Bandnamens. Aber
wichtiger ist ja, was die fünf Maddafakkas musikalisch so auf dem Kasten haben.
Deutscher Alternative/Britpop-Punk-Rock. Irgendwie klingen Koeter ja gut, das muss man ihnen lassen. Man setzt auf rauhen Klang, wenig Studio-Spielereien, was grundsätzlich Bonus-Punkte gibt. Man will halt authentisch sein.